Jetzt Erdbeeren pflanzen

Im Juli und August bilden Erdbeeren lange Ausläufer. Traditionell pflanzt man die reich tragenden Beerensträucher in diesen Sommermonaten, dann bekommen Sie noch etwas Wärme und Sonne ab und fruchten besser im Folgejahr. Das gilt sowohl für Jungpflanzen als auch für selbst vermehrte. Hier ein paar Tipps zu Sorten und Pflege.

In den Sommermonaten Juli und August werden die Blütenanlagen für das nächste Jahr gebildet, deshalb sollten die Pflanzen idealerweise bereits an ihrem Standort stehen und auch in dieser Zeit gut ernährt und gewässert werden. Denn Erdbeeren brauchen nicht nur viel Sonne, sondern auch viel Wasser! Ein kleiner Graben oder eine Vertiefung zwischen jeder Pflanzreihe hilft, um das Wasser direkt an die Wurzeln zu transportieren.

Fahren Sie in Urlaub? Dann verlegen Sie einfach noch schnell ein paar Schläuche für eine Tröpfchenbewässerung, die gibt es auch bei uns an der Kasse. Wir beraten Sie gerne zu dieser schonenden Bewässerungsmethode.

Da im Sommer bei älteren Pflanzen viele Ausläufer gebildet werden, lohnt es sich, diese weiter zu vermehren. Dazu werden die Jungpflanzen am Ende des Ausläufers einfach abgeschnitten, eingepflanzt und gut gewässert. 

Hatten Ihre Pflanzen zu wenig Früchte oder gar Krankheiten? Oftmals liegt es nur an der falschen Sorte am falschen Platz: Setzen Sie als kleines Experiment am besten gleich mehrere Sorten in Ihr Erdbeerbeet, ideal sind 6 Sorten mit jeweils zwei Pflanzen. Sorten und Standort bitte aufschreiben!

So können Sie schnell sehen, welche von Ihnen im Folgejahr sehr gut tragen und am gesündesten in Ihrem Boden wachsen. Diese lohnt es sich dann weiter zu vermehren. Die Profis setzen am liebsten 2 verschiedene Sorten in benachbarte Feldbereiche, denn das erhöt die Fruchtbarkeit von beiden. Damit kann auch die Erntezeit insgesamt verlängert werden, wenn man eine einmal tragende mit einer mehrfach tragenden kombiniert.

So genannte Moschus-Erdbeeren sowie Walderdbeeren sind nicht so anspruchsvoll wie Gartenerdbeeren. Sie wachsen auch im Halbschatten und benötigen weniger Pflege. Dafür sind die Früchte kleiner. Vor allem Walderdbeeren können auch als ausdauernde Bodendecker unter Gehölzen eingesetzt werden und liefern die ganze Wachstumsperiode über laufend Naschobst.

Unsere Sorten im Herbst:

  • Meraldo und Merosa tragen von Juni bis zum Frost und sind ideal für Balkonkästen und Tröge geeignet.
  • Nur einmal tragen die Sorten Aroma-Auslese, Neue Mieze und Süße Brumme. Dafür tragen alle reichlich und bilden große, aromatische Früchte aus.
  • Die Sorte Kletter-Toni trägt auch an den Ranken, man kann sie sogar als Piramide mit nur drei Pflanzen vertikal ziehen.
  • Gento ist sehr ertragreich und eine sehr beliebte Sorte, trägt von Juni bis zum Frost.
  • Die Sorte Waldfee hat Früchte mit Walderdbeeren-Aroma, bildet kaum Ausläufer und ist deshalb gut für kleine Gärten geeignet.
  • Praline hat dunkle und sehr aromatische Früchte. Sie wächst aufrecht, dadurch bekommen die Früchte mehr Sonne und faulen weniger.
  • Herzle hat Früchte in Herzform. Senga Selektion ist besonders robust und krankheitsresistent.

Alle genannten Sorten sind winterhart und mehrjährig. Sie finden Sie in unserem Gartencenter CampoVerde. Dennoch sollte man die Pflanzen für mehr Ertrag nach einigen Jahren austauschen, teilen oder aus Jungpflanzen weitervermehren, damit ein reicher Fruchtansatz gewährleistet ist.

Die Moschus-Erdbeere ist eine inzwischen seltene alte Sorte

Die Moschus-Erdbeere ist eine inzwischen seltene alte Sorte