Das Leuchten im Schatten

Helleboren sind sehr Vielseitig

 Den einen als Nieswurz, den anderen als Teufelskraut bekannt, sind unsere Helleborus-Sorten keineswegs teuflisch, eher himmlisch, da sie genau dann blühen, wenn alles andere noch lange nicht so weit ist. Nur essen sollte man sie nicht, sie sind nämlich in allen Teilen hoch giftig.

Die Gattung Helleborus umfasst 19 Arten, die allesamt wintergrünes Laub besitzen oder zumindest nur wenige Blätter verlieren. Als Christrose oder Schneerose wird oft Helleborus niger bezeichnet, weil sie zuverlässig zur Weihnachtszeit blüht. Die Lenzrosen hingegen sind dagegen etwas später dran und blühen oft noch im April. Sie sind etwas vielseitiger in den Farben. Zu ihnen zählen sowohl Helleborus-Orientalis-Sorten als auch die in den vergangegen Jahren sehr zahlreich gezüchteten Helleborus-Hybriden, sie sind durch ein X gekennzeichnet, ein Hinweis darauf, dass es sich hier um eine Kreuzung zwischen zwei nahe verwandten Arten handelt. Oft haben sie phantasievolle Namen wie Rosina oder Merlot. Wir nennen diese Sorten Winterrosen.

Daneben gibt es noch Helleborus Foetidus, die Palmblatt-Nieswurz, eine kurzlebige Staude, die aber immer wieder Sämlinge produziert, ohne lästig zu werden. Oder Helleborus argutifolius, die korsiche Nieswurz, eine sehr ausdauernde und robuste Art, die auch im Vollschatten unter Bäumen gut gedeiht und die selbst sehr trockene Sommer gut übersteht.

Helleboren sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, da sie sehr pflegeleicht sind, immer aufgeräumt und dunkelgrün glänzend aussehen. Schnee, Regen oder fehlendes Licht machen ihnen wenig aus, sie eignen sich sowohl für die Schale als auch für die flächige Pflanzung im Garten, und sind sehr winterhart.

Gerade die Hybriden samen sich gerne aus und variieren dann in der Blütenfarbe, was mit der Zeit sehr schön in einem dunklen Garteneck unter Bäumen aussieht. Wem das zuviel wird, der nimmt die Sämlinge einfach aus dem Boden, solange sie noch klein sind, oder schneidet die Blüten vor der Samenreife ab. Die Helleborus-Blüten bieten ja auch einen hohen Zierwert als Blumenschmuck für die Vase und halten sich sehr lange in Gestecken. Es gibt sie in wunderschönen Farben, von dunkelrot über mehrfarbig bis hellrosa und fast grün, gefüllt oder ungefüllt.

Wollen sie diese Winterschmuckstauden lange im Garten halten, dann pflanzen Sie sie in lehmigen, kalkhaltigen Boden, und nicht zu sonnig, lieber halbschattig, denn die harte Wintersonne bekommt ihnen schlecht. Die Pflanzen kommen gut mit feuchtem Boden klar, mögen aber keine Staunässe. Ab und zu können Sie ein paar zerstoßene Eierschalen vom Frühstück leicht in die Erde einarbeiten, als günstigen Kalkdünger. Wenn die ersten Blüten noch knospig aus dem Boden schauen, dann ist es ratsam, die Blätter vom Vorjahr abzuschneiden. Sie enthalten oft die Sporen der Schwarzfleckenkrankheit. Werden die Blätter abgeschnitten, kann sich diese nicht weiter ausbreiten. 

Wenn Sie noch mehr zu diesem Thema wissen wollen, können Sie sich auch unsere aktuelle Helleborus Broschüre hier herunterladen.

Helleborus x lemperii Lenia

Helleborus x lemperii Lenia